Nachlese

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Bericht von Annette Schoop zur Exkursion des Lippstädter Heimatbundes am 25.09.2025

Natur und Kultur im Lipperland – unter diesem Motto erfolgte eine Tagesexkursion des Lippstädter Heimatbundes mit 25 Teilnehmenden.
Zwei Tage zuvor hatte der Historiker Roland Linde die bekannten Externsteine bei Detmold bereits zum Thema seines kurzweiligen Vortrags im Lippstädter Stadtarchiv gemacht.
Gut vorbereitet ging es also zur ersten Station, den Externsteinen, in den sozialen Medien gefeiert als das „Stonehenge Ostwestfalens“. Roland Linde übernahm als ausgewiesener Fachmann die Führung vor Ort. Mit vielen weitgehend unbekannten Details stellte er das Scheingrab, das große Kreuzabnahmerelief und die Grotten im Inneren vor. Wiederholt ging Herr Linde auf die sachlich falschen Darstellungen der Externsteine als angeblich germanischem Kultort ein. So sollte auch das germanische Irminsul-Standbild an der Spitze der Externsteine gestanden haben. Gerade in der Zeit des Nationalsozialismus wurden solche Legenden gerne verbreitet. Dagegen stellte Herr Linde korrekt die gesicherten historischen Forschungsergebnisse.
Auf diese Weise gut informiert, ging es weiter zum neuen Museum „Hermanneum“ in unmittelbarer Nähe des Hermannsdenkmals. Mit Hilfe von mehreren interaktiven Stationen konnten die Lippstädter dort die Geschichte des Hermannsdenkmals kennenlernen.
Nach der Mittagspause in der Detmolder Innenstadt bildete der Besuch im Detmolder Residenzschloss den Abschluss der Exkursion. Der Hausherr selbst, Prinz Stefan zur Lippe, begrüßte die Besucher und wies noch einmal auf die besondere Beziehung zwischen Lippstadt und dem Haus Lippe-Detmold hin. Anschließend wurden die Gäste von Frau Bergann, der Kuratorin des Schlossmuseums, durch die Ausstellung geführt, sehr ausführlich und kenntnisreich und zur Begeisterung aller Teilnehmenden.
Unser Dank gilt allen Fachleuten und Gastgebern, die diese Exkursion informativ und unterhaltsam zugleich für die Gäste aus Lippstadt gestaltet haben.

 

Besichtigung: „Die Witte-Chronik – Abtei- und Klostergeschichte von 1500 bis Neuzeit“ am 10.05.2025

Der Heimatbund besuchte die Ausstellung „Historia Westphaliae“ im Museum Liesborn. Dort ist das Wirken des Lippstädters Bernhard Witte dokumentiert, der als Mönch in Liesborn Quellen seiner Zeit und vergangener Epochen zusammentrug und für die Nachwelt in eine Sammlung von Geschichtsberichten zusammenfasste. Die Ausstellung ist Teil des Kulturprogramms „1250 Jahre Westfalen“, in der Wittes Chronik ein wichtiges Puzzle-Teil ist. Die Führung machte deutlich, dass Klöster als Bildungseinrichtungen in unserer Gegend eine bedeutende Rolle spielten und dass über die Witte-Chronik auch die regionale Geschichte erzählt werden kann.

 

Besuch Hella Archiv 03.04.2025

Eine Gruppe aus Vorstand und Beirat des Heimatbundes, darunter auch die Leiterinnen von Stadtarchiv und Stadtmuseum, hatte die Gelegenheit, zu einer Besichtigung des HELLA-Archivs. Begleitet von Julia van der Horst erhielten die Teilnehmenden in einer besonderen Führung durch Lars Leonhardt im Produktarchiv spannende Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des Unternehmens Hella. Von der Kutschen- und Autolaterne bis hin zu modernen Scheinwerfer- und Steuerungssystemen für die Autoindustrie ist hier gesammelt und dokumentiert worden. Erhalten ist auch umfangreiches schriftliches Archivgut. Die Besuchergruppe war beeindruckt von dieser Vielfalt und hofft, dass diese Schätze demnächst auch in stärkerem Maße der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können, denn die Industriegeschichte von Lippstadt ist maßgeblich auch eine Geschichte der Hella und ihres Wachstums.

 

Blasiusessen 2025

Am 4.Februar 2015 fanden sich VertreterInnen der Innungendes Gebietes Hellweg Lippe im Metzgeramtshaus ein, um gemeinsam mit Vorstandund Beirat des Heimatbundes das jährliche Blasiusessen zu begehen. Bei deftigemGrünkohl und Beilagen ergaben sich viele interessante Gespräche über Handwerkgestern und heute und auch über aktuelle Themen, die den Heimatbund bewegen.

Es begann mit Johann Westermann 500 Jahre Reformation und Stadtgeschichte Rückblick auf das 2. Symposium zur Geschichte der Stadt Lippstadt vom 28.09.2024

Über eine gelungene Veranstaltung können sich Heimatbund und Stadtarchiv freuen. Ihr gemeinsam veranstaltetes Symposium: „Es begann mit Johann Westermann - 500 Jahre Reformation und Stadtgeschichte“ lockte rund 80 Geschichtsinteressierte in die Thomas Valentin-Stadtbücherei.
Bürgermeister Arne Moritz und Heimatbundvorsitzende Dr. Marlies Wigge würdigten in ihren Eröffnungsworten die Bedeutung Westermanns als Wegbereiter der Reformation in Lippstadt und Westfalen. Ausgangspunkt waren seine 1524 in niederdeutscher Sprache verfassten und in Lippstadt gedruckten Fastenpredigten. Anschließend erlebten die Anwesenden sechs Vorträge, die das Thema aus Anlass des bedeutenden stadtgeschichtlichen Jubiläums aus unterschiedlichen Sichtweisen beleuchteten.
Die Reihe begann mit einem Überblick über „Stadt und Reformation. Das Beispiel Westfalen“ (Prof. Dr. Werner Freitag). Es folgten Vorträge über die Geschichte des Augustiner-Eremitenordens und die Lippstädter Brüderkirche (Dr. Roland Pieper) und die theologischen Aspekte in den Schriften Johann Westermanns und seine Beziehung zu seinem Ordensbruder Martin Luther (Pfarrer Thomas Hartmann). In der Nachmittagssitzung erhielten die interessierten Zuhörer einen Überblick über den weiteren Verlauf der Reformation in Lippstadt (Friedhelm Arnoldt) und einen Gang durch die Geschichte der Lippstädter Reformationsjubiläen (Dr. Claudia Becker). Schließlich ging es um die Frage, wie man ein so komplexes Thema wie Westermann und seine Lehre mit Mitteln des Museums veranschaulichen kann (Dr. Christine Schönebeck). So wurde der Bogen über fünf Jahrhunderte bis in die Gegenwart gespannt. Die Moderation des Tages lag bei Dr. Wolfgang Maron.
Es ist vorgesehen, die Tagung im nächsten Band der „Lippstädter Spuren“ zu dokumentieren, so dass die Vorträge bald noch einmal nachgelesen werden können.
Wolfgang Maron

Die Mitwirkenden von links: Bürgermeister Arne Moritz, Dr. Christine Schönebeck, Dr. Marlies Wigge, Pfarrer Thomas Hartmann, Friedhelm Arnoldt, Dr. Claudia Becker, Dr. Wolfgang Maron, Dr. Roland Pieper, Prof. Dr. Werner Freitag. Aufnahme: Karl-Heinz Tiemann

 

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