Aktuelles

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Mailverteiler

Um Sie neben unseren Mitteilungen schnell und einfach über Veränderungen, aktuelle Programmpunkte oder ähnliches informieren zu können, möchten wir einen Mailverteiler aufbauen. Wer zukünftig per email informiert werden möchte, richtet diese Bitte an mitteilungen@heimatbund-lippstadt.de

Einleitung Mitteilungen November 2022

„Es tut sich was… Fortsetzung“

Liebe Mitglieder,

das neue Programm ist nun fertig, immer verbunden mit der Hoffnung, alles auch umsetzen zu können. Christoph Barnstorf-Laumanns sorgt dafür, dass über die Internetseite die Vereinsarbeit aktuell vermittelt wird, wird das Programm dann entsprechend einstellen.
Die finanzielle Förderung durch die Volksbank Lippstadt ermöglicht es uns, Projekte für die Allgemeinheit ohne besondere finanzielle Sorgen in Angriff nehmen und die Spurenheftreihe fortsetzen zu können. Dafür möchte ich unserem größten Sponsor und in Person Herrn Michael Schulte als Vertreter der Volksbank meinen herzlichen Dank aussprechen.
An dieser Stelle möchte ich die Außenangebote, d.h. die Stadtspaziergänge und Radtouren erwähnen, um noch mal an die Aktivitäten in der Stadt und rundherum zu erinnern. Das fiel in den strengen Corona-Zeiten sehr dürftig aus, hat sich aber inzwischen doch ermutigend entwickelt.
Obwohl wir uns meist nicht in Gebäuden treffen durften und konnten, fanden die Außenveranstaltungen dann doch schließlich statt, so die Seuchenführung, die Kräuterführung, die Plätze-Tour, die Tour der Redewendungen, wieder einmal eine Friedhofstour zum 200jährigen Jubiläum, die Kirchenführung in Liesborn, und Radtouren, so unter anderem Radtouren zum Haus Heerfeld oder nach Geseke. Dazu kamen einige interessante Vorträge, für die Dr. Wolfgang Maron sorgte und deren Fortsetzung gesichert ist.
Auch das neue Programm spiegelt wider, dass hier Stunden der Recherche und des Einsatzes eingeflossen sind, dies auf allen Ebenen des Vereins. Mein ausdrücklicher Dank deshalb an alle MacherInnen, die mit Flexibilität und Geduld an der Erstellung und auch kurzfristigen Änderungen und Ersatzveranstaltungen mitgearbeitet haben und das hoffentlich auch weiter tun. Ohne Sie geht es nicht, Herzlichen Dank.
Die Stadtführungen, die unsere Stadtführer AG in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Lippstadt anbietet, waren ebenso wie unser Heimatbund-Programm corona-gebeutelt. Josef Mackenberg bewahrt in dieser Situation einen kühlen Kopf und hofft sicher mit uns, dass es positiv weitergeht mit der Stadtführer-AG des Heimatbundes.

Was war los im letzten Jahr?

Es gab im Bereich der Spurenheft-Reihe, schon lange von der Volksbank Beckum-Lippstadt finanziell unterstützt, unter der Leitung von Dr. Wolfgang Maron und seinem Team mit dem neuen Band der Reihe , Band 28, dem sogenannten Jubiläumsband einen Bestseller, der auch nach dem ersten schnellen Ausverkauf und dem Nachdruck stark gefragt ist. Sie finden eine Liste der noch erhältlichen Titel natürlich auf der Internetseite des Heimatbundes. Das Jubiläumsheft mit sehr positiver Resonanz wird Nachfolger haben. Wir können sagen, es läuft gut, die intensive Arbeit von Dr. Maron und die Zusammenarbeit im Team mit Anderen trägt Früchte. Überhaupt erfreuen sich die Spurenhefte anhaltender Aufmerksamkeit, sind weiterhin gesucht, aktuell auch vermehr die Schriften zur jüdischen Geschichte, sie werden auch überregional wahrgenommen, so besonders der Baltikum-Band.
Vom Blasiusessen, diesmal im neuen alten Standort Schankhausdiva kann ich Ihnen berichten, dass es nett und lecker war wie immer und auch die Zusammenarbeit zwischen dem Heimatbund, dem Förderverein des Museums und dem Kulturrat vorangebracht hat. Begegnungen bei Grünkohl und Wurst mit interessanten Gästen sind ja doch eine gute Ausgangsbasis, wie wir feststellen können.
Im letzten Vereinsjahr konnten wir mit Frau Schwartz-Bunte die neue Vertreterin der unteren Denkmalbehörde begrüßen und uns mit ihr auch im Beirat bereits austauschen. Die Mitarbeit an einer Reihe von Veranstaltungen zur Entwicklung eines Tourismuskonzepts war ein weiterer Baustein in unserer Arbeit für die Kultur in dieser Stadt, ebenso wie die ständige Mitarbeit in der Kommission, die sich mit der Gestaltungssatzung befasst.
Der Titel des neuesten Mitteilungsblattes lautet : "Es tut sich was…Fortsetzung". Ist Vermittlung und Gestaltung von Kultur in Lippstadt unser Oberziel, so haben wir als Unterziele den Erhalt des Hella-Ensembles, die Einrichtung eines Erfahrungsdepots im Direktorenhaus in der Hospitalstraße 46 und auch die Entwicklung des Stadtmuseums an seinem Standort in der Innenstadt. Daran arbeiten wir und die verfolgen wir weiterhin.
Klingt dieses "Es tut sich was" als Thema des Mitteilungsblattes nun für die Einen wie Wunschdenken, eine interne Durchhalteparole oder die nette Etikettierung meines Referats zu den Dauerbaustellen Museum, Hella-Haus, Remter usw, so sehen die Anderen darin zarte Entwicklungstendenzen, die Hoffnungsschimmer geben könnten.
Die Begrifflichkeit Baustelle wurde schon in der Vergangenheit oft benutzt, um den Handlungscharakter unserer Arbeit zu betonen und die daraus abzuleitende Handlungsnotwendigkeit. Aber wie auf den realen Baustellen im Lande ist es auch bei den Baustellen des Heimatbundes: Lieferschwierigkeiten, Personalengpässe, Fachkräftemangel und suboptimale Terminplanung. Wir sehen bisher keinen Fortschritt im Bereich der Museumsplanung, statt dessen Vertrösten, Vertagen, Wiedervorlage usw. Dem Fachkräftemangel in der Baubranche entspricht der in der Stadtverwaltung, sei es für Kulturmanagement oder die Vorbereitung erster Schritte, die über Bürgerbeteiligung und Gutachterwissen Planungsperspektiven eröffnen sollen. Konkret geht es in letzter Zeit um den Architektenwettbewerb, der aus den gerade genannten Gründen gar nicht erst zustande kommt, weil ihn niemand koordinieren kann (oder will)? Wie aus den Medien zu erfahren ist, droht vielen Bauherren derzeit ein Baustopp oder gar das Ende ihres Bauprojektes. So bedauerlich das ist, wir möchten uns nicht in diese Riege einreihen und werden auch nach Stillständen und Verzögerungen unverdrossen zusehen, dass auf unseren Kulturbaustellen was passiert.
Unser Rolle als Mahner, der diese oben erwähnten Strukturen benennt und Änderungen anmahnt, wird in einem Teil der Lippstädter Öffentlichkeit negativ bewertet, denn wir sind damit unbequem und treten als Spielverderber auf, die immer nur fordern. Auch von Mitgliedern kommt so dann und wann die Aufforderung, doch mal was Nettes zu machen. Täten wir ja gerne, in der Hospitalstraße, der Stiftsruine, an anderen Standorten, wir treffen aber inzwischen auch bei einfachen Spaziergängen nur noch auf Verbotsschilder und abgesperrtes Gebiet, so dass auf Strecken unsere Innenstadt zu einer verbotenen Stadt wird.
Bei aller Klage verlieren wir nicht diejenigen aus den Augen, die sich mit uns vernetzen und uns dadurch anspornen, weiterzumachen. Auf die Frage "Tut sich was?" können wir inzwischen sagen, dass es da Ansätze gibt. Es wächst die Plattform, auf der wir unsere Anliegen vorbringen können. So eine Plattform war im Mai der Tag der Denkmalpflege in Münster, bei dem ich den Lippstädter Fall oder der "Häuserkampf" in der Hospitalstraße vorstellen konnteund der mir viele interessierte Nachfragen und auch Zuspruch für unseren Verein einbrachte.


Wir finden aber auch hier in der Stadt selbst MitstreiterInnen und Aufbruchstimmung bei anderen Vereinen. Besonders ist die Initiative der früheren Museums-AG, von Heinrich Münz ins Leben gerufen, zu erwähnen. In veränderter Zusammensetzung und mit anderen Handlungsakzenten sind nun unter der Federführung des Kulturrates eben dieser im Verein mit dem Förderverein des Museums und dem Heimatbund dabei, eine öffentlichkeitswirksame Mitmachaktion am Stadtmuseum auf den Weg zu bringen.
Es tut sich auch an anderer Stelle was: die Einführung der Erhaltungssatzung für die Hospitalstraße ist als Fortschritt für das Ensemble Hella, aber auch für die Reihe von Gademen an dieser Straße zu sehen, in der das erste Industriegebiet in Lippstadt entstand. Hier haben wir als Heimatbund mit Eingaben und Stellungnahmen nicht locker gelassen, andere haben Unterschriften gesammelt und mit uns gekämpft.
Hoffnungsschimmer bedeutet noch nicht, dass nun alles paletti ist, wir uns auf der Zielgeraden befinden. Es bedeutet aber, dass wir mit mehr Zustimmung und dem Beginn konstruktiver Kommunikationen mit wichtigen Personen in diesen Verhandlungsfeldern rechnen können und auf weitere Prozesse hin zu mehr Entwicklung hoffen.
Entwicklung zeichnet sich in vielen Bereichen ab, es passiert immer wieder mal etwas, was uns als Heimatbund freut und fordert, so jüngst die Grabungen an der Cappelstraße, Ecke Fleischhauerstraße. Ob im Boden, auf den Dachböden, oder im Gedächtnis unserer treuen Mitglieder, wir haben auch demnächst eine Menge zu tun, wenn mehr Befunde und Informationen die Stadtgeschichte an Tiefe gewinnen lassen, wir werden weiter Lobbyarbeit machen, aber, wir werden uns natürlich auch bemühen, für die Mitglieder und alle Lippstädter über unser Programm Kultur für alle anzubieten und damit der Aufforderung gerecht zu werden, "Machen Sie doch mal was Nettes".

Mit herzlichen Grüßen

Marlies Wigge

Initiative

"Remter retten"
Das Remtergebäude im Areal der heutigen Stiftsruine und des ehemaligen Herrenhofes der Edelherren zur Lippe ist ein Zeugnis der frühen Stadt- und Kirchengeschichte der Stadt Lippstadt. Das Gebäude (ehemals Speise-und Versammlungssaal) befindet sich neben der Stiftsruine (ehem. Kleine Marienkirche) und bildet mit einem guten äußeren Erhaltungsbild den Restbestand einer klösterlichen Anlage, die seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert als Frauenkloster (Augustinerinnen) und später als Frauenstift diente. Auf Fundamenten der Vorburg des lippischen Herrenhofes stehend, ist der Remter das älteste Gebäude Lippstadts neben dem Turm der Nicolaikirche und kulturhistorisch von überregionalem Wert. Mit anderen historischen Gebäuden auf dem alten Klostergelände gehört das Remtergebäude zum Besitz des Damenstifts Lippstadt, einer Stiftung öffentlichen Rechts.
Zurzeit ist das Remtergebäude in seinem Bestand hochgradig gefährdet. Insbesondere die tragenden Holzkonstruktionen werden durch Wurmbefall vernichtet und sind einsturzgefährdet. Wir engagieren uns dafür, dass dieses historisch bedeutsame Klostergebäude nachhaltig gesichert wird und eine kulturell sinnvolle Nutzung erhält.
Das Remtergebäude hat über die Jahrhunderte ein „Downgrading“ als Scheune, Schweinestall, Gartenschuppen ertragen müssen, beherbergt aktuell ein ungepflegtes Lapidarium mit den wertvollen Restbeständen der Steinmetzarbeiten aus der Kleinen Marienkirche (Stiftsruine). Das Gebäude zeigt auch heute noch seine ursprüngliche Nutzung als Klostergebäude: unten gab es Wirtschaftsräume, vielleicht einen Speise- oder Versammlungsraum. Im oberen Teil befanden sich die Zellen der Nonnen, die durch kleine Fensterchen erhellt wurden. Türfassungen zum verlorenen Kreuzgang zeigen den Zugang zur Kirche, in der die Nonnen ihrem Auftrag der Gebetsfürsorge nachkamen.
Von den ehemals drei Klöstern des mittelalterlichen Lippstadts wurden alle baulich stark verändert. Das Brüderkloster hat nur noch die Reste der Brüderkirche zu bieten und ist derzeit nur sehr eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Reste des gut erforschten Klosters St. Annen Rosengarten nahe der Nicolaikirche sind durch die Aufmauerung der Grundmauern und die Einbettung in den kleinen Park zwar gut gesichert, es fehlt hier aber der räumliche Eindruck, der sich im Damenstift und besonders im Remter selbst einstellt. So ist nur im Damenstift noch ein substantieller Restbestand einer Klosteranlage vorhanden und birgt das Potenzial für eine hochwertige und langfristige kulturelle Nutzung.
"Remter retten" ist ein Projekt des Heimatbund Lippstadt, bei dem auf die Unterstützung vieler LippstädterInnen gehofft wird. Remter und Gebäudeensemble im Stiftsbereich sind historischer Gründerboden der Stadt und Identifikationselemente einer Lippstädter „Heimat“. Im 19. Jahrhundert scheiterte die Rettung der Stiftskirche wegen unklarer Zuständigkeiten und geringem Organisierungsgrad der Unterstützer. Dies sollte sich nicht im 21. Jahrhundert beim Remter wiederholen! Wir brauchen keinen Holzwurm und keine Steinlaus, wir brauchen Ideen, Experten und Geld, um diesen Plan umzusetzen, z.B. auch mit Anträgen für entsprechende öffentliche Fördergelder.
Der Heimatbund Lippstadt unterstützt die Bemühungen der Stiftsadministration und der Stadt Lippstadt zur Sicherung des Gebäudes. Der Heimatbund bleibt aktiv im Einwerben von Fördermitteln und engagiert sich zusammen mit Stift und Stadt im Entwickeln eines tragfähigen zukünftigen Nutzungskonzepts.
Wollen Sie den Erhalt des Remter-Gebäudes unterstützen: Heimatbund Lippstadt e.V. Soeststraße 8 59555 Lippstadt
Weitere Informationen und Bilder unter der Rubrik "Vergessene Orte"

Einleitung Mitteilungen Oktober 2021


Liebe Mitglieder,
nach einer Geburtstagsfeier wird aufgeräumt, gesichtet und dann überlegt, wie es gelaufen ist. Das ist beim 100jährigen Jubiläum des Heimatbundes, gefeiert am 14. August, nicht anders. Die Aufräumarbeiten und die Sichtung versprengter Trockentücher und Glasschalen waren schnell abgeschlossen, was blieb, war ein rundum positiver Eindruck von der Veranstaltung in der Jakobikirche. Bei sommerlichem Wetter konnten wir den Innen-und Außenbereich nutzen und so nach dem offiziellen Teil noch in geselliger Runde Kontakte knüpfen oder vertiefen. Das Programm, mit Zeitkolorit aus den zwanziger Jahren und dem sehr lebendigen Vortrag von Professor Münz zur Kulturstrahlung von Lippstädter Persönlichkeiten fand großen Anklang, zumal es mit "Zeitzeugen" und zeitgenössischer Musik angereichert war. Der Plan ist, diesen "Kulturstrahl-Vortrag" demnächst noch einmal anzubieten.
Es ging beim Jubiläum natürlich nicht nur um eine schöne Feier, sondern auch darum, unseren Verein mit den verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkten darzustellen und damit öffentliches Interesse zu wecken und zu erhalten. Auch hier trugen Stellwände und der Büchertisch mit den Spurenheften und Informationsmaterial dazu bei, dass alle genügend Gesprächsstoff hatten.
In das zweite Vereinsjahrhundert gehen wir also mit dem Gefühl, eine breite und tragfähige Grundlage zu haben, mit der Vereinsstruktur, dem Engagement der Mitglieder im Verein und in Beirat und Vorstand. Wir können auf dieser Grundlage neue Pläne schmieden und weiterhin beharrlich in schon laufenden Projekten und Belangen weiterarbeiten.
Die dringend überfällige Weiterplanung des Museums ist eine dieser Baustellen, die uns beschäftigt und die damit die fast hundertjährige Geschichte Stadtmuseum Lippstadt fortsetzt. Die zuständigen Gremien, die unsere Begeisterung für dieses Thema nicht uneingeschränkt teilen, werden also weiter mit uns rechnen müssen und auch damit, dass wir verstärkt den Schulterschluss mit anderen Kulturaktiven suchen und ausbauen.
Auch das war eine positive Bilanz des Jubiläums: der Heimatbund ist vernetzt und kann über vielfältige Kontakte und vor allem die Zusammenarbeit in der MuseumsAG durch diese Vernetzung im politischen Diskurs mehr erreichen als in klassischem Alleinkampf.
Was also bleibt, ist herzlicher Dank an PlanerInnen und Akteure für Ideen und Engagement rund um das Jubiläum und der Ausblick, demnächst viele Mitglieder wieder zu Aktivitäten des Vereins begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Marlies Wigge

Einleitung Mitteilungen November 2020


Liebe Mitglieder,

wie der Titel schon sagt, beinhaltet das aktuelle Mitteilungsheft eine Mischung an Veranstaltungsankündigungen, aber auch eine ebenso bunte Mischung an Themen, die Sie vielleicht interessieren. In den letzten Monaten hat die Corona-Pandemie auch den Heimatbund und die von uns geplanten Aktivitäten beeinflusst. Wir waren vor allem damit beschäftigt, abzusagen, bei Zusagen für demnächst mögliche Verschiebungen einzuholen und uns schon mal zu überlegen, wie wir denn demnächst Stadtspaziergänge und Touren durchführen könnten. Viele Unbekannte in unseren Rechnungen, viel Frust auch bei denjenigen, die etwas anbieten wollten und nun den Termin verstreichen sahen. Es war dann im August erstmals möglich, unter Einhaltung eines zuvor erstellten Hygienekonzepts, einen Spaziergang durchzuführen. Die zwei Dutzend Interessierten, die sich bei 34 Grad und mit Mundschutz versehen einfanden, konnten sich zur Geschichte des Bernhardbrunnens und der Vita des Bernhard selbst unterhaltsam informieren lassen und fanden dies gut, so unser Eindruck.

Es geht also weiter, mit Durchführung der verschobenen Termine und auch mit neuen Aktivitäten. Unser Verein hat indessen keineswegs einen Sommerschlaf gehalten, sondern sich in bekannten und weniger bekannten Feldern engagiert. Zu dem bekannten Feld gehört die Zukunft des Museums und die Gestaltung der Museumslandschaft in Lippstadt, hier werden Sie einen Beitrag der Museums AG aus der Feder von Professor Münz finden. Engagement in Corona Zeiten war auch eines in Wahlkampfzeiten, eine spannende Konstellation, die für den Heimatbund zu interessanten Begegnungen und hoffentlich nachhaltig wirkendem Austausch mit den Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters führte. Wir werden dranbleiben und die Thematik Museum und Hella-Ensemble auch dem neu gebildeten Rat der Stadt noch einmal näherbringen, für solche Themen gibt es einfach kein Ablaufdatum.

Erfreulich war in der Zeit des Stillstands, die entwickelnden Vorarbeiten für den Tag in der ehemaligen Synagoge Lippstadt in der Stiftsstraße zu verfolgen. Josef Mackenberg, der gemeinsam mit Barbara Birkert die Veranstalter um Dirk Raulf mit Führungen unterstützte, schildert in seinem Beitrag die Erfahrungen des Tages und den Ausblick auf das, was noch kommt.

Schließlich konnten wir uns als Verein dann auch irgendwann wieder im gewohnten Format treffen, also im Stadtarchiv und unter Einhaltung strikter Vorgaben zur Hygiene. Wir stellten fest, dass der persönliche Austausch gefehlt hatte, dass wir alle diese Treffen des Beirates zu Beginn des Monats schätzen als regelmäßige Basis, um Ideen zu diskutieren und daraus dann Projekte und Aktivitäten zu entwickeln.

Dieser Beirat verabschiedet sich nun von einem langjährigen Mitglied. Willi Kröger, der lange Jahre als Mitglied des Beirats tätig war und bis 2006 auch Beisitzer im Vorstand, kündigte sein Ausscheiden aus dem Beirat an. Wir respektieren seine Entscheidung und sind sicher, dass er dem Heimatbund weiterhin auf vielfältige Weise verbunden bleibt und auch noch genügend Themen und Ideen beisteuern kann, wenn es um die Stadtgeschichte und besonders auch den Süden der Stadt geht. Dankbar sind wir ihm, dass er seinen Wissensfundus stets einbrachte und auch seine Netzwerke in der Stadt für die Belange des Heimatbundes nutzte. Vielleicht kommt er ja, wie manche ehemaligen Beiratsmitglieder, "zu Besuch" vorbei, wir freuen uns darauf.

Einer geht, einer kommt, in diesem Fall ist das Jörg Rosenthal, der in den Reihen des Heimatbundes kein Unbekannter ist und der nun auch als ordentliches Mitglied des Beirats hier herzlich begrüßt werden soll, Sie finden eine kurze Vorstellung seiner Person hier im Heft.

Die Termine dieses Heftes sind gesetzt, hoffen wir mit Ihnen, dass alle Veranstaltungen denn auch so durchgeführt werden können. Bitte denken Sie daran, dass Sie als TeilnehmerInnen eine Maske tragen und ihre Kontaktdaten in einer Liste hinterlassen, so dass wir den Anforderungen der Corona-Konzepte genügen können. Wir werden Änderungen natürlich schnellstmöglich kommunizieren, hoffen aber mit Ihnen, dass alles ruhig bleibt, maximal in der "30" Zone, wenn es denn gar nicht anders geht.

Wie es früher mal in Zeiten der Gesundheitskrisen und Seuchen war, wird Barbara Birkert im ersten Spaziergang des neuen Halbjahres vermitteln. Ich bin sicher, unsere Stadt hat schon viele Krisen gesehen und die LippstädterInnen haben aus diesen gelernt und sie damit auch gut überstanden.

Bleiben Sie gesund und gelassen.

Herzliche Grüße
Marlies Wigge

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