Aktuelles

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Einleitung April 2009

Verehrte Mitglieder des Heimatbundes,

Im Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr kann ich eine sehr positive Bilanz ziehen.

Viele Mitglieder unseres Vereins und  des Beirats haben sich engagiert, wenn es galt für den Heimatbund Informationen zu sammeln, Projekte mitzugestalten und in Vereinsdingen aktiv zu sein. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Die Arbeit im Vorstand war sehr konstruktiv, denn hier stimmt aus meiner Sicht die gemeinsame Wellenlänge, so dass wir uns austauschen und uns abstimmen können. Solange Lippstadt nicht in ein Funkloch fällt, wird diese Zusammenarbeit auch weiterhin gedeihen können. Auf der JHV wurde der Prozess der „Runderneuerung" des Vorstandes weiter vorangebracht. Karin Dietrich, schon lange für die Pflege der Mitgliederkartei und andere Dinge zuständig, wurde in den Vorstand gewählt. Rainer Liebersbach, der seit Jahren dieses Mitteilungblatt auf den Weg bringt, wird dies in Zukunft dann auch als Mitglied unseres Vorstandsteams tun. Ich freue mich, dass auch jüngere Beiratsmitglieder nun unser Team ergänzen und dass die Frauenquote im Vorstand auf einem guten Weg ist...

Wolfgang Schulte-Steinberg verläßt nach 24 Jahren den Vorstand. Ihm sei herzlich gedankt für sein Engagement in dieser langen Zeit. Er wird sein Wissen und  seine Kontakte als Beiratsmitglied weiterhin einbringen und hat schon ein kleines Extraprojekt geplant.

Zeitmangel war  der Beweggrund von Wolfgang Brülle, der als Schulleiter sehr viele neue Aufgaben und viel weniger Zeit für andere Dinge hat. Er wird weiterhin unsere Internetseite pflegen, so dass wir aktuell präsent sind. Herzlichen Dank für die Mitarbeit bisher, Wolfgang.

Als Verein können wir uns glücklich schätzen, dass die finanzielle Förderung durch die Volksbank Lippstadt uns ermöglicht, Projekte für die Allgemeinheit ohne besondere finanzielle Sorgen in Angriff nehmen zu können. Mit einer weiteren Spende in Höhe von 8.000 Euro wächst unser finanzieller Spielraum, so dass wir uns die Gestaltung weiterer Projekte schon viel realistischer vorstellen können. Herzlichen Dank an die Volksbank Lippstadt und hier besonders Herrn Schiene, der als Beiratsmitglied  diese großzügige Spende anlässlich der Jahreshauptversammlung überreichte.


Die Aufarbeitung jüdischer Geschichte in Lippstadt ist seit Jahren ein Schwerpunktthema des Heimatbundes gewesen, das besonders Hans Christoph Fennenkötter bearbeitet hat. Nach der Pragreise im letzten Jahr hatten wir vor kurzem auf Initiative von Frau Elisabeth Neske die Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod" - die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" für zwei Wochen in Lippstadt zu Gast. Eine kleine, sehr aktive Gruppe aus der Mitgliederschaft und dem Beirat hat sich in der Stadtbücherei um die Organisation gekümmert. Wichtig  für uns war hier besonders der „Lippstädter Teil", d.h. eine Ergänzung der allgemeinen Tafeln um Informationen zu Juden aus Lippstadt, die von der Deportation betroffen waren.

Im Jubiläumsjahr der Varusschlacht bietet der Heimatbund im Mai einen Vortrag und eine Tagesfahrt an, damit wir, aus dem Hinterland der Brukterer, uns ein Bild von Sieg oder Niederlage und dem Umfeld dieser historischen Wendemarke machen können.

Die Römerforscher und Hobbyarchäologen, die rund um Lippstadt aktiv sind und hier nach Hinweisen auf römische Nutzung suchen, werden dieses Jubiläumsjahr mit besonderem Interesse verfolgen. Wer weiß, vielleicht verdichten sich die Hinweise, so dass die Archäologen dann doch mal eine Probegrabung wagen?

Ein weiteres Großereignis wirft schon jetzt seine Schatten voraus. Das 825-jährige Stadtjubiläum wird 2010 gefeiert. Auf Anregung des Heimatbundes wurde das Stadtmodell erstmals fotografiert und auf dem Hansetag bestaunt. Es werden nun weitere Anregungen umgesetzt, das Modell für die Betrachter attraktiver und damit aussagekräftiger zu machen. Die finanzielle Beteiligung an der Realisierung eines Allwettermodells, wie es schon in anderen Städten zu finden ist, ist natürlich angesichts der neuen  Finanzlage unseres Vereins durchaus im Bereich des Denkbaren.

Das Sommerprogramm bietet hoffentlich für viele Mitglieder und Interessierte etwas. Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass zum Maifest, aber auch zu Radtouren mit Zwischenstopps und einer Einkehr auch die AutofahrerInnen willkommen sind. Auf diese Weise können hoffentlich einige treue BesucherInnen unserer Touren weiterhin dabeibleiben. Ich selbst bevorzuge auch eher die kleine Sommertour...

Ihre Marlies Wigge

Einleitung Oktober 2008

Liebe Mitglieder,
unser Mitteilungsheft steht in diesem Herbst im Zeichen des Gedenkens an die Ereignisse, die vor 70 Jahren nach dem Brand der Synagoge zur Vertreibung und Ermordung von Juden auch hier in Lippstadt geführt haben.

Als ein mit der Geschichte befasster Verein möchten wir es nicht bei einer einzelnen Aktion belassen. Die Reise nach Prag mit den dort möglichen Begegnungen mit den historischen Zeugnissen jüdischer Kultur sowie den Menschen, die dort die jüdische Gemeinde bilden, ist für eine Gruppe von Lippstädtern eine Gelegenheit, das Gedenken mit aktuellen Eindrücken und Erfahrungen zu verbinden. Der Vortrag von Dr. Heinzmann im September über David Gans bot überdies zuvor schon einen Einblick in die komplexe religiöse und geistesgeschichtliche Epoche, in der ein „Sohn unserer Stadt“ lebte und forschte.

Dass ein Forschungsstand immer vorläufig ist, ist nicht nur die Bilanz des Vortrages, sondern auch die Erkenntnis, die sich aus einem anderen Projekt des Heimatbundes in Kooperation mit dem Arbeitskreis Frauen-Geschichte ergibt. Die ersten Gedenkblätter, die für die jüdischen Bewohner von Lippstadt erstellt werden, führen nun auch zu einer Ergänzung und Ausweitung der Datengrundlage, die durch die  Arbeiten von H.C. Fennenkötter in den vergangenen Jahren erarbeitet wurde.

Wir haben das ehrgeizige Ziel, in Kooperation mit anderen Gruppen den erweiterten und aufbereiteten Wissensfundus auch an die Lippstädter Schüler weiterzugeben. Ich hoffe, dass sich in der Folge unserer Veranstaltungen Gelegenheiten zu Begegnungen und zum inhaltlichen Austausch mit der jungen Generation ergeben werden. 70 Jahre nach dem Brand der Synagoge und den Ereignissen rund um diesen Brandanschlag möchten wir deshalb aktiv am öffentlichen Gedenken teilnehmen.

Dr. Marlies Wigge

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