Aktuelles

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Einleitung April 2012

Verehrte Mitglieder,

im letzten Jahr sind die kulturinteressierten Lippstädter von Entwicklungen und Ereignissen rund um das Stadtmuseum in Atem gehalten worden. Mit Bedauern mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Dr. Pötter als Museumsleiter nicht auf Dauer die Geschicke des Hauses leiten wird. Mit Sorge erfüllt uns aber auch die Nachricht, dass das Gebäude, das einer gründlichen bauhistorischen Untersuchung unterzogen wurde, eine so umfassende Renovierung benötigt, dass dies angesichts der Finanzlage der Stadt ein haushaltspolitisch schwieriges Projekt werden könnte.

Als der Verein, der maßgeblich an Gründung und Aufbau des Museums beteiligt war, setzen wir uns natürlich nachdrücklich für den Erhalt des Baukörpers Museum ein. Das Museum ist Teil der Innenstadt und Altstadt und bietet über die Aufbewahrung und Ausstellung von Objekten hinaus den idealen Ort, um Lippstädter Geschichte sichtbar zu machen und anschaulich zu vermitteln.

Wir Lippstädter, die wir von Kriegsschäden in der Altstadt weitgehend verschont geblieben sind, müssen gerade deshalb alles daran setzen, dass uns dieses Erbe erhalten bleibt. Die Weiterführung des Museumsangebotes in einem restaurierten Haus und unter fachlicher Leitung ist eine Zielsetzung, für die sich der Heimatbund einsetzt und für deren Verwirklichung wir die Kooperation mit anderen Vereinen und Gruppen aktiv suchen. Wir hoffen, dass demnächst Ideen und Gedanken im Austausch mit der Stadtverwaltung zum Wohle und langfristigen Erhalt des Stadtmuseums in Umlauf sind.

Unsere Stadt hat derzeit eine Reihe von Baustellen, die nicht immer nur als angenehm empfunden werden. Im Falle Museum wünschen wir uns, dass in absehbarer Zeit konkrete Schritte entwickelt werden, die uns dann eine "Baustelle Stadtmuseum" bescheren, so dass auch zukünftig an prominenter Stelle ein Ort der Geschichte erhalten und vielleicht ausgebaut werden kann, der das Luxusgut Kultur für alle Lippstädter anbietet. Das Motto unseres Bürgermeisters beim diesjährigen Neujahrsempfang gilt sicherlich auch für diesen Bereich bürgerschaftlichen Engagements: Zuversicht erlaubt.

 

Herzlichst Ihre Marlies Wigge

Einleitung Oktober 2011


Liebe Mitglieder

In einer Zeit, in der in Lippstadt eine Reihe von Baukränen von extensiver Bautätigkeit kündet, erwächst allen Kulturinteressierten mitten in der Stadt eine neue Baustelle. Das Stadtmuseum ist nach der bauhistorischen Untersuchung nun Gegenstand von Diskussionen in den Fachgremien. Der Heimatbund Lippstadt fühlt sich dem Gebäude und mehr noch der Institution Museum eng verbunden, denn von unserem Verein gingen seinerzeit entscheidende Impulse für die Gründung aus.
Das alte Haus hat in seiner wechselvollen Geschichte mehrfach auf der Abrissliste gestanden und wurde stets durch das Engagement von Lippstädtern vor diesem Schicksal bewahrt. Nunmehr bedarf das Gebäude einer nachhaltigen Sanierung. Die politischen Gremien haben im ersten Schritt Vorschläge für verschiedene Konzepte der baulichen Sanierung in die Diskussion aufgenommen.
Lippstadt ist engagiert im Arbeitskreis historischer Stadtkerne und sollte der Pflege des historischen Stadtkerns mit dem Einsatz aller Mittel gerecht werden. Eine Stadt, in der es mangels Engagement und / oder Geld kein Museum mehr gibt, ist zwar noch ein Zentrum, hat aber viele Züge einer Stadt als Gemeinwesen verloren. Museen sind die Gedächtnisse der Städte. Wir haben nicht nur ein beeindruckendes Gebäude mit einer aufregenden Baugeschichte, sondern darin auch eine Vielzahl von Exponaten, die Teil der Stadtgeschichte sind und als solche auch den Bürgern der Stadt weiter zugänglich sein sollten.
In dieser Situation sollten sich Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt über die Grenzen von Vereinszugehörigkeit hinaus für den Erhalt und die Sanierung des Gebäudes und weiterhin für den Erhalt der Institution Stadtmuseum unter fachkundiger Leitung einsetzen. Nur dann kann es gelingen, die Mitte der Stadt mit einem wichtigen Segment der Kulturlandschaft neben Spaß und Unterhaltung aller Art langfristig zu erhalten.
Wir fordern die politischen Gremien auf, sich intensiv um die Unterstützung von Institutionen zu bemühen, die die finanzielle Last der Sanierung mit tragen können. Es ist aber nicht nur Sache der Politiker, sondern aller Bürger, für unser Museum und seinen Erhalt einzutreten.

Dr. Marlies Wigge

Einleitung April 2011

Verehrte Mitglieder,


das Jahr 2011 ist für den Heimatbund und für Lippstadt schon wieder ein Jahr der Geburtstage. Das Mitmischen unseres Vereins in Sachen Geschichte und Brauchtumspflege hier in der Stadt begann vor 90 Jahren. Der Heimatbund Lippstadt, 1921 gegründet, blickt auf eine lange Zeit der aktiven Bearbeitung historischer Themen zurück und kann mit nur vier Vorsitzenden in 90 Jahren eindrucksvoll Stabilität und Kontinuität vorweisen.
Sie werden mir zustimmen, dass unser Verein keineswegs nur in der Vergangenheit lebt und es auch wohl weniger zum Heimatbund Lippstadt passt, sich nun gemütlich auszuruhen. Wir werden den neunzigsten Geburtstag daher nicht groß begehen, sondern in aller Ruhe auf den hundertsten warten oder besser hin arbeiten.


Die Städtepartnerschaft mit Uden kann nun auf 40 Jahre zurückblicken. Diese Städtepartnerschaft, an die u. a. eine Bodenplatte vor unserem Rathaus erinnert, entwickelte sich inzwischen zu einem lebendigen Netzwerk von Beziehungen. Unser Beiratsmitglied, Herr Stadtdirektor a. D. Friedrich Wilhelm Herhaus, war als „Mann der ersten Stunde“ aktiv mit dabei und deshalb berichtet er in diesem Heft, wie damals alles angefangen hat.


Zum diesjährigen Blasiusessen am 1. Februar hatten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Fachhochschule Hamm Lippstadt zu Gast. Unser Verein konnte einige historische Grundlagen zur Stadtgeschichte vermitteln, die demnächst bei einer gemeinsamen Stadtführung noch einmal vertieft werden sollen.


Die Spurenheft-Reihe, seit vielen Jahren von der Volksbank Lippstadt finanziell unterstützt, wird unter der bewährten Schriftleitung von H. C. Fennenkötter fortgesetzt. Das neue Heft, in markanter Farbgebung gehalten, und schon als „Frauenlesebuch“ in der Stadt bekannt, war schon sehr bald nach der Veröffentlichung ausverkauft.


Auch im vor uns liegenden Sommerhalbjahr bieten wir wieder ein bunt gemischtes Programm mit Aktivitäten und Vorträgen, das hoffentlich für alle Mitglieder etwas bietet. Ich denke, es wird viele freuen, dass in diesem Jahr zum Auftakt der Sommersaison wieder ein Maifest unter der bewährten Regie von Dagmar Bloem geplant ist. Ihnen und uns wünsche ich einen schönen Sommer.


Herzlichst Ihre Marlies Wigge

Einleitung November 2010


Sehr geehrte Mitglieder,
der Gang durch unsere Stadt, die mit vielen Aktionen ihr 825-jähriges Jubiläum feiert, regt an, sich auch Gedanken über den Erhaltungszustand der historischen Gebäude zu machen. Besucher der Stadt, wie letztens etwa 100 Gäste auf dem Heimatgebietstag am 11. September, staunen über die vielen noch intakten Bauensembles in ganzen Straßenzügen und die liebevoll restaurierten Häuser aus vergangenen Jahrhunderten. Interesse fand bei diesem Zusammentreffen die neue Gestaltungssatzung der Stadt Lippstadt, deren Wirken in ersten Bauvorhaben in der Innenstadt bereits ablesbar ist.
Auf Erhaltung und langfristige Sicherung eines prominenten Baukörpers ist auch die Untersuchung im Stadtmuseum angelegt. Das Museum ist einer der tragenden Pfeiler in unserer kulturellen Stadtlandschaft. Wir freuen uns, dass Dr. Reinold Schneider in dieser und der nächsten Ausgabe des Mitteilungsblattes einen Beitrag zum Stand und zu ersten Er­gebnissen der bauhistorischen Untersuchung beisteuert. Hoffentlich macht Sie, liebe Mitglieder, dieser Beitrag so neugierig, dass Sie dann auch im März den Stadtspaziergang zur „Baustelle Stadtmuseum" mitmachen.Die Ausstellung "825 Jahre Lippstadt — Höhepunkte der Stadtgeschichte", die vom 10. Oktober bis 27 März 2011 läuft, wird hoffentlich viele Interessierte anziehen.

Dr. Marlies Wigge

Einleitung April 2010

Verehrte Mitglieder,
die Wahlen in der Jahreshauptversammlung haben ein einstimmig positives Votum für die wieder kandidierenden Mitglieder des Vorstandes, Christoph Barnstorf-Laumanns als Schatzmeister und Christian Schwade als Schriftführer des Heimatbundes ergeben. Auch ich wurde wiedergewählt und betrachte diese Tatsache als Vertrauensbeweis und zugleich Ansporn, die bisherige Arbeit als Vorsitzende des Heimatbundes Lippstadt fortzusetzen.
Im letzten Vereinsjahr haben sich wiederum viele Mitglieder unseres Vereins und  des Beirats in vielfacher Weise engagiert, wenn es galt, für den Heimatbund Informationen zu sammeln, Projekte mitzugestalten und in Vereinsdingen aktiv zu sein. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Bei der Planung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen zeigte sich auch, dass der Vorstand, der im letzen Jahr durch Karin Dietrich und Rainer Liebersbach ergänzt wurde, nun als gut eingespieltes Team zusammenarbeitet und viele Dinge zuwege bringt.
Unser Verein, der derzeit 511 Mitglieder hat, kann mit dem Rückhalt vieler Mitglieder, die sich immer wieder in Projekte einbringen, im Jubiläumsjahr und darüber hinaus „in Sachen Kultur“ bewährte Traditionen fortsetzen und auch über Neuerungen nachdenken. Eine dieser Neuerungen ist die Möglichkeit, unter dem Stichwort „Nachlese“ auf unserer Internetseite kurze Berichte und Fotos von unseren Aktivitäten zu erhalten, so dass man immer auf dem Laufenden ist.
Geschichte zu erleben ermöglichen die Stadtführungen, die unsere Stadtführer AG in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Lippstadt anbietet. Wie Barbara Goldstein detailliert referierte, erlebten im Jahr 2009 deutlich mehr Besucher als noch 2008 Lippstadt im Rahmen einer Stadtführung. Wir sind dabei, gezielt neue Stadtführer auszubilden und haben auch das Spektrum der Themenführungen erweitert.
Der Heimatbund holte im März letzten Jahres die Ausstellung „Sonderzüge in den Tod“ nach Lippstadt. Ohne den Einsatz von Heimatbundmitgliedern für die Gestaltung des Lippstädter Teils dieser Ausstellung und die Präsenz während der Ausstellungszeiten hätten wir nicht so viele Schulklassen und Einzelbesucher mit der Ausstellung erreichen können. Das Memorbuch, das erstmals im März 2009 vorgestellt wurde, wird weitergeführt und wurde in einer Gedenkstunde im November 2009 am jüdischen Erinnerungszeichen von jungen Lippstädtern auch mit eingebracht.
Es mangelt nicht an Projekten, Ideen und Bereichen, in denen der Heimatbund Lippstadt sich für unsere Stadt und die Erhaltung von geschichtlichem Wissen und historischer Substanz auch weiterhin engagieren kann. Mit der verlässlichen finanziellen Unterstützung unseres Hauptsponsors, der Volksbank Lippstadt, können wir immer wieder aus Ideen Projekte entwickeln und uns in die kulturelle Landschaft der Stadt Lippstadt einbringen.
Es ergibt sich darüber hinaus auch immer wieder die Gelegenheit, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Gruppen gemeinsam kulturelle Projekte oder solche des Naturschutzes mitzugestalten. So ist geplant, gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern am sog. Tag des Baumes eine Vogelkirsche zu pflanzen. Die Vogelkirsche ist im Jahr 2010 der Baum des Jahres.
Spannend ist, dass es in dieser Stadt immer wieder Neues zu entdecken gibt oder besser wiederzuentdecken.  Im Verlauf der Vorbereitungen für den Stadtspaziergang über Bauformen des 17. Jahrhunderts verdichteten sich Hinweise auf die Existenz bemalter Decken im Haus Cappelstraße 44. Die Decken sind inzwischen aufgefunden und die untere Denkmalbehörde hat nun einen Schatz mehr, auf den sie achten muss.
Das vergangene Jahr hat einmal mehr gezeigt, dass in einem Verein wie dem Heimatbund mit mehr als 500 Mitgliedern durch das Zusammenwirken von Menschen viel bewegt werden kann, wenn sich aus der Mitgliederschaft, dem Beirat und dem Vorstand Einzelne und Gruppen bereit finden, Ideen einzubringen, Kontakte zu nutzen und vor allem eigene Zeit einzusetzen. Ich hoffe, dass wir dieses intensive Zusammenarbeiten fortsetzen und ausdehnen können.
Ich wünsche uns allen einen schönen und bereichernden Frühling und Sommer und hoffe auf viele Begegnungen mit historisch Interessierten, die im Jubiläumsjahr die alte Stadt Lippstadt neu entdecken möchten.

Dr. Marlies Wigge

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