Aktuelles

1
2
3
4
5

Initiative

"Remter retten"
Das Remtergebäude im Areal der heutigen Stiftsruine und des ehemaligen Herrenhofes der Edelherren zur Lippe ist ein Zeugnis der frühen Stadt- und Kirchengeschichte der Stadt Lippstadt. Das Gebäude (ehemals Speise-und Versammlungssaal) befindet sich neben der Stiftsruine (ehem. Kleine Marienkirche) und bildet mit einem guten äußeren Erhaltungsbild den Restbestand einer klösterlichen Anlage, die seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert als Frauenkloster (Augustinerinnen) und später als Frauenstift diente. Auf Fundamenten der Vorburg des lippischen Herrenhofes stehend, ist der Remter das älteste Gebäude Lippstadts neben dem Turm der Nicolaikirche und kulturhistorisch von überregionalem Wert. Mit anderen historischen Gebäuden auf dem alten Klostergelände gehört das Remtergebäude zum Besitz des Damenstifts Lippstadt, einer Stiftung öffentlichen Rechts.
Zurzeit ist das Remtergebäude in seinem Bestand hochgradig gefährdet. Insbesondere die tragenden Holzkonstruktionen werden durch Wurmbefall vernichtet und sind einsturzgefährdet. Wir engagieren uns dafür, dass dieses historisch bedeutsame Klostergebäude nachhaltig gesichert wird und eine kulturell sinnvolle Nutzung erhält.
Das Remtergebäude hat über die Jahrhunderte ein „Downgrading“ als Scheune, Schweinestall, Gartenschuppen ertragen müssen, beherbergt aktuell ein ungepflegtes Lapidarium mit den wertvollen Restbeständen der Steinmetzarbeiten aus der Kleinen Marienkirche (Stiftsruine). Das Gebäude zeigt auch heute noch seine ursprüngliche Nutzung als Klostergebäude: unten gab es Wirtschaftsräume, vielleicht einen Speise- oder Versammlungsraum. Im oberen Teil befanden sich die Zellen der Nonnen, die durch kleine Fensterchen erhellt wurden. Türfassungen zum verlorenen Kreuzgang zeigen den Zugang zur Kirche, in der die Nonnen ihrem Auftrag der Gebetsfürsorge nachkamen.
Von den ehemals drei Klöstern des mittelalterlichen Lippstadts wurden alle baulich stark verändert. Das Brüderkloster hat nur noch die Reste der Brüderkirche zu bieten und ist derzeit nur sehr eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Reste des gut erforschten Klosters St. Annen Rosengarten nahe der Nicolaikirche sind durch die Aufmauerung der Grundmauern und die Einbettung in den kleinen Park zwar gut gesichert, es fehlt hier aber der räumliche Eindruck, der sich im Damenstift und besonders im Remter selbst einstellt. So ist nur im Damenstift noch ein substantieller Restbestand einer Klosteranlage vorhanden und birgt das Potenzial für eine hochwertige und langfristige kulturelle Nutzung.
"Remter retten" ist ein Projekt des Heimatbund Lippstadt, bei dem auf die Unterstützung vieler LippstädterInnen gehofft wird. Remter und Gebäudeensemble im Stiftsbereich sind historischer Gründerboden der Stadt und Identifikationselemente einer Lippstädter „Heimat“. Im 19. Jahrhundert scheiterte die Rettung der Stiftskirche wegen unklarer Zuständigkeiten und geringem Organisierungsgrad der Unterstützer. Dies sollte sich nicht im 21. Jahrhundert beim Remter wiederholen! Wir brauchen keinen Holzwurm und keine Steinlaus, wir brauchen Ideen, Experten und Geld, um diesen Plan umzusetzen, z.B. auch mit Anträgen für entsprechende öffentliche Fördergelder.
Der Heimatbund Lippstadt unterstützt die Bemühungen der Stiftsadministration und der Stadt Lippstadt zur Sicherung des Gebäudes. Der Heimatbund bleibt aktiv im Einwerben von Fördermitteln und engagiert sich zusammen mit Stift und Stadt im Entwickeln eines tragfähigen zukünftigen Nutzungskonzepts.
Wollen Sie den Erhalt des Remter-Gebäudes unterstützen: Heimatbund Lippstadt e.V. Soeststraße 8 59555 Lippstadt
Weitere Informationen und Bilder unter der Rubrik "Vergessene Orte"

Einleitung Mitteilungen Oktober 2021


Liebe Mitglieder,
nach einer Geburtstagsfeier wird aufgeräumt, gesichtet und dann überlegt, wie es gelaufen ist. Das ist beim 100jährigen Jubiläum des Heimatbundes, gefeiert am 14. August, nicht anders. Die Aufräumarbeiten und die Sichtung versprengter Trockentücher und Glasschalen waren schnell abgeschlossen, was blieb, war ein rundum positiver Eindruck von der Veranstaltung in der Jakobikirche. Bei sommerlichem Wetter konnten wir den Innen-und Außenbereich nutzen und so nach dem offiziellen Teil noch in geselliger Runde Kontakte knüpfen oder vertiefen. Das Programm, mit Zeitkolorit aus den zwanziger Jahren und dem sehr lebendigen Vortrag von Professor Münz zur Kulturstrahlung von Lippstädter Persönlichkeiten fand großen Anklang, zumal es mit "Zeitzeugen" und zeitgenössischer Musik angereichert war. Der Plan ist, diesen "Kulturstrahl-Vortrag" demnächst noch einmal anzubieten.
Es ging beim Jubiläum natürlich nicht nur um eine schöne Feier, sondern auch darum, unseren Verein mit den verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkten darzustellen und damit öffentliches Interesse zu wecken und zu erhalten. Auch hier trugen Stellwände und der Büchertisch mit den Spurenheften und Informationsmaterial dazu bei, dass alle genügend Gesprächsstoff hatten.
In das zweite Vereinsjahrhundert gehen wir also mit dem Gefühl, eine breite und tragfähige Grundlage zu haben, mit der Vereinsstruktur, dem Engagement der Mitglieder im Verein und in Beirat und Vorstand. Wir können auf dieser Grundlage neue Pläne schmieden und weiterhin beharrlich in schon laufenden Projekten und Belangen weiterarbeiten.
Die dringend überfällige Weiterplanung des Museums ist eine dieser Baustellen, die uns beschäftigt und die damit die fast hundertjährige Geschichte Stadtmuseum Lippstadt fortsetzt. Die zuständigen Gremien, die unsere Begeisterung für dieses Thema nicht uneingeschränkt teilen, werden also weiter mit uns rechnen müssen und auch damit, dass wir verstärkt den Schulterschluss mit anderen Kulturaktiven suchen und ausbauen.
Auch das war eine positive Bilanz des Jubiläums: der Heimatbund ist vernetzt und kann über vielfältige Kontakte und vor allem die Zusammenarbeit in der MuseumsAG durch diese Vernetzung im politischen Diskurs mehr erreichen als in klassischem Alleinkampf.
Was also bleibt, ist herzlicher Dank an PlanerInnen und Akteure für Ideen und Engagement rund um das Jubiläum und der Ausblick, demnächst viele Mitglieder wieder zu Aktivitäten des Vereins begrüßen zu dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Marlies Wigge

Einleitung Mitteilungen November 2020


Liebe Mitglieder,

wie der Titel schon sagt, beinhaltet das aktuelle Mitteilungsheft eine Mischung an Veranstaltungsankündigungen, aber auch eine ebenso bunte Mischung an Themen, die Sie vielleicht interessieren. In den letzten Monaten hat die Corona-Pandemie auch den Heimatbund und die von uns geplanten Aktivitäten beeinflusst. Wir waren vor allem damit beschäftigt, abzusagen, bei Zusagen für demnächst mögliche Verschiebungen einzuholen und uns schon mal zu überlegen, wie wir denn demnächst Stadtspaziergänge und Touren durchführen könnten. Viele Unbekannte in unseren Rechnungen, viel Frust auch bei denjenigen, die etwas anbieten wollten und nun den Termin verstreichen sahen. Es war dann im August erstmals möglich, unter Einhaltung eines zuvor erstellten Hygienekonzepts, einen Spaziergang durchzuführen. Die zwei Dutzend Interessierten, die sich bei 34 Grad und mit Mundschutz versehen einfanden, konnten sich zur Geschichte des Bernhardbrunnens und der Vita des Bernhard selbst unterhaltsam informieren lassen und fanden dies gut, so unser Eindruck.

Es geht also weiter, mit Durchführung der verschobenen Termine und auch mit neuen Aktivitäten. Unser Verein hat indessen keineswegs einen Sommerschlaf gehalten, sondern sich in bekannten und weniger bekannten Feldern engagiert. Zu dem bekannten Feld gehört die Zukunft des Museums und die Gestaltung der Museumslandschaft in Lippstadt, hier werden Sie einen Beitrag der Museums AG aus der Feder von Professor Münz finden. Engagement in Corona Zeiten war auch eines in Wahlkampfzeiten, eine spannende Konstellation, die für den Heimatbund zu interessanten Begegnungen und hoffentlich nachhaltig wirkendem Austausch mit den Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters führte. Wir werden dranbleiben und die Thematik Museum und Hella-Ensemble auch dem neu gebildeten Rat der Stadt noch einmal näherbringen, für solche Themen gibt es einfach kein Ablaufdatum.

Erfreulich war in der Zeit des Stillstands, die entwickelnden Vorarbeiten für den Tag in der ehemaligen Synagoge Lippstadt in der Stiftsstraße zu verfolgen. Josef Mackenberg, der gemeinsam mit Barbara Birkert die Veranstalter um Dirk Raulf mit Führungen unterstützte, schildert in seinem Beitrag die Erfahrungen des Tages und den Ausblick auf das, was noch kommt.

Schließlich konnten wir uns als Verein dann auch irgendwann wieder im gewohnten Format treffen, also im Stadtarchiv und unter Einhaltung strikter Vorgaben zur Hygiene. Wir stellten fest, dass der persönliche Austausch gefehlt hatte, dass wir alle diese Treffen des Beirates zu Beginn des Monats schätzen als regelmäßige Basis, um Ideen zu diskutieren und daraus dann Projekte und Aktivitäten zu entwickeln.

Dieser Beirat verabschiedet sich nun von einem langjährigen Mitglied. Willi Kröger, der lange Jahre als Mitglied des Beirats tätig war und bis 2006 auch Beisitzer im Vorstand, kündigte sein Ausscheiden aus dem Beirat an. Wir respektieren seine Entscheidung und sind sicher, dass er dem Heimatbund weiterhin auf vielfältige Weise verbunden bleibt und auch noch genügend Themen und Ideen beisteuern kann, wenn es um die Stadtgeschichte und besonders auch den Süden der Stadt geht. Dankbar sind wir ihm, dass er seinen Wissensfundus stets einbrachte und auch seine Netzwerke in der Stadt für die Belange des Heimatbundes nutzte. Vielleicht kommt er ja, wie manche ehemaligen Beiratsmitglieder, "zu Besuch" vorbei, wir freuen uns darauf.

Einer geht, einer kommt, in diesem Fall ist das Jörg Rosenthal, der in den Reihen des Heimatbundes kein Unbekannter ist und der nun auch als ordentliches Mitglied des Beirats hier herzlich begrüßt werden soll, Sie finden eine kurze Vorstellung seiner Person hier im Heft.

Die Termine dieses Heftes sind gesetzt, hoffen wir mit Ihnen, dass alle Veranstaltungen denn auch so durchgeführt werden können. Bitte denken Sie daran, dass Sie als TeilnehmerInnen eine Maske tragen und ihre Kontaktdaten in einer Liste hinterlassen, so dass wir den Anforderungen der Corona-Konzepte genügen können. Wir werden Änderungen natürlich schnellstmöglich kommunizieren, hoffen aber mit Ihnen, dass alles ruhig bleibt, maximal in der "30" Zone, wenn es denn gar nicht anders geht.

Wie es früher mal in Zeiten der Gesundheitskrisen und Seuchen war, wird Barbara Birkert im ersten Spaziergang des neuen Halbjahres vermitteln. Ich bin sicher, unsere Stadt hat schon viele Krisen gesehen und die LippstädterInnen haben aus diesen gelernt und sie damit auch gut überstanden.

Bleiben Sie gesund und gelassen.

Herzliche Grüße
Marlies Wigge

Tag des offenen Denkmals

Liebe Mitglieder des Heimatbundes, Interessierte,
der diesjährige Tag des offenen Denkmals fällt aus, wird ersetzt durch einen digitalen Tag. Sie haben die Möglichkeit, sich auf der Internetseite https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/ zu informieren und auch selbst ein Foto einzuschicken von ihrem persönlichen Lieblingsdenkmal.
Wir hatten geplant, am 13. September 2020 gemeinsam mit der unteren Denkmalbehörde die Baulichkeiten im Stift Lippstadt vorzustellen. Geplant war, die Stiftsruine, also den Kirchenbau, Teile des alten Klosters, also den Remter und auch Teile des heutigen Damenstifts für geführte Besichtigungen zu öffnen.
Dies entfällt leider, soll aber im Frühjahr 2021 nachgeholt werden. Sie finden zum Remter auf unserer Seite den Beitrag im Rahmen der "vergessenen Orte".
Unser Verein bemüht sich seit langer Zeit um den Erhalt des Remters und kämpft derzeit dafür, dass die bedrohte Bausubstanz gerettet wird und diese Rettung auch zeitnah erfolgt.
"Remter retten" ist uns ein Anliegen und wir werden nicht nachlassen, diese einzigartige Bausubstanz aus den Anfängen unserer Stadt vor Verfall und Gleichgültigkeit zu bewahren.
Es ist dennoch möglich, sich bei einem Spaziergang im Stiftspark selbst ein Bild zu machen. Sie erreichen den Stiftspark auf der Westseite, von der Straße Stiftsfreiheit her, ohne vor verschlossenen Toren zu stehen. Vielleicht haben Sie ja auch Interesse, ein Bild dann im Rahmen der Fotoaktion einzuschicken, aus dem Stiftsgelände oder mit anderen Motiven aus unserer Stadt.
Wir bleiben dran und Sie bleiben hoffentlich alle gesund
Herzlich Ihre
Marlies Wigge
Vorsitzende

Einleitung Mitteilungen April 2020


Liebe Mitglieder,
der Titel des Mitteilungsheftes greift mit seiner sicher nicht unumstrittenen Formulierung "Doing Museum" die schon im letzten Heft angesprochene Aufbruchstimmung in der Kulturlandschaft unserer Stadt auf. Bevor es an das "Doing" gehen kann, hat Frau Dr. Schönebeck ausdrucksstark und kompetent schon vor mehreren Gremien die erforderlichen Schritte für die spannende Reise in die Museumszukunft Lippstadts vermittelt. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt. Mit dem Baubeginn im Depot ist dieser getan, wenngleich gerade diesen so manche skeptische, politisch tätige Person gern verhindert hätte. Dass "Doing Museum" auch auf aktuelle Trends und Krisen reagiert, zeigt der Beitrag von Frau Dr. Schönebeck, der einen Schreibaufruf zur Corona-Krise beinhaltet und damit Sie alle in die zukünftige Museumsarbeit einbindet.
Es wird etwas getan. Heimatbund, Förderverein Stadtmuseum und Kulturrat befassen sich in regelmäßigen Sitzungen mit der Erarbeitung von Feinkonzepten und deren Umsetzungsstrategien. Diese Zusammenarbeit ist in ihrer strukturierten Intensität neu und wird mit dazu beitragen, dass es mit dem Stadtmuseum vorangeht und. Der Kulturausschuss, dem für die nächste Zeit eine zentrale Rolle in Sachen Museumskonzept zukommt, wird sich sicher dieser neuen Entwicklung nicht verschließen, so dass es in greifbare Nähe rückt, das "Doing Museum".
Doing Heimatbund ist auch Vorstandssache und in dieser Runde hat es bei der letzten Jahreshauptversammlung einen Wechsel gegeben. Ulrich Hesse kandidierte nicht mehr und so wurde Andree Scheidler zum zweiten Vorsitzenden gewählt. An dieser Stelle sei Uli Heße für viele Jahre im Vorstand für seinen Einsatz herzlich gedankt. Er wird uns im Beirat als Mitglied erhalten bleiben, denn: niemals geht man so ganz... Andree Scheidler ist schon lange im Beirat und betreut das Mitteilungsheft, konnte sich aber eine Erweiterung der Aufgaben im Vorstand gut vorstellen. Sie finden hier im Heft noch einen kurzen Beitrag zu seiner Person.
Sie werden für die kommenden Monate ein buntes Programm finden, von dem wir hoffen, dass wir es denn auch durchführen können. Hoffen wir, dass die LippstädterInnen gesund und munter bleiben und auch die GastgeberInnen unserer Touren und Spaziergänge fit bleiben.
Falls Sie sich fit fühlen und noch "last minute" zum Jubiläumsspurenheft einen Beitrag beisteuern möchten, dann ist eben dieser hochwillkommen. Nehmen Sie doch auch jetzt einfach noch Kontakt auf zum Spurenheftteam, wenn Sie eine Idee haben oder ein Foto, zu dem nur eine aussagekräftige Bildunterschrift oder auch dann doch noch eine Geschichte gehört.
Unser Programm wird - wie immer - auf unserer Internetseite eingestellt. Dort werden Sie dann auch die aktuellen Informationen finden, wenn fest geplante Termine verschoben werden müssen. Wir haben jetzt schon solche durch Absagen bedingten Verschiebungen gehabt, z. B. den Vortrag von Dr. Maron zum Kapp-Putsch und rechnen mit weiteren Änderungen. Wichtig ist für uns alle, dass wir gut durch diese Zeit kommen und gesund und guter Dinge bleiben.
Herzlich Ihre
Marlies Wigge
1
2
3
4
5